Auch am Sonntag, 23.06.2024 war es wieder soweit und ein bis zum letzten Platz gefüllter Bus (des Busunternehmens Oswald aus Regen) fuhr um 11:30 Uhr von Kirchberg weg. Zwei Stunden dauerte die Fahrt, bis die Gedenkstätte erreicht war.
In der Pfarrkirche erzählte Mesnerin Frau Rosemarie Kiluschik über das Leben der hl. Anna Schäffer. Von ihrer Kindheit, über ihre Jugendzeit bis hin zu dem tragischen Unfall, als sie als 18-jähriges Mädchen in einen siedend heißen Waschkessel fiel und von dort an ihre Leiden begannen. Die meiste Kraft schöpfe sie in dieser Zeit aus dem fast täglichen Kommunionempfang. Sie, die selbst so hilflos war, dass sie nicht mehr einen Fuß vor das Bett setzen konnte, wurde immer mehr zu einer Helferin für viele im Gebet, das auch immer tiefer und wesentlicher manchmal bis in mystische Erfahrung hinein reichte. Anna gab ihrer Nachbarin, die sie einmal fragte „Was machen wir denn, wenn du nicht mehr bist?“, eine schöne Antwort: „Geh nur an mein Grab, ich versteh dich schon.“ Was letztlich nicht nur für die Nachbarin galt, sondern für viele Gläubige, denn es sind etliche Gebetserhöhungen verzeichnet. Anna starb am 5. Oktober 1925. Sie wurde am 7. März 1999 selig und am 21. Oktober 2012 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.
Nach der Erzählung über ihr Leben und Wirken ging es in den Erweiterungsbau der Pfarrkirche, in der Pfarrvikar P. Slawomir die hl. Messe zelebrierte und anschließend den Pilgern einen Einzelsegen mit der Reliquie der hl. Anna spendete

Anschließend wurde noch — gegen Abend — im Gasthaus Paulus in Neustadt an der Donau eingekehrt, bevor die Heimreise angetreten wurde.
Text und Fotos: Anna Gilg