Pfarrkirche Kirchberg im Wald St. Gotthard

2019-pfarreiein-kirchen-kirchberg-1 info-icon-20px P. Paul Ostrowski

Geschichte

Der Pfar­rer und Hei­mat­for­scher Joseph Klämpfl schreibt vor etwa 180 Jah­ren in sei­nem Buch über den ehe­ma­li­gen Schwei­n­ach­gau über die Pfar­rei Kirch­berg, um die Mit­te des 11. Jh. habe ein Edel­mann namens Kon­rad Sali­kus den Kirch­berg beses­sen und 1040 dem Klos­ter Nie­der­al­taich geschenkt. 

1144 habe Abt Kon­rad mit Bei­hil­fe eines from­men Man­nes, namens Wil­helm, mit Gut­hei­ßung des Bischofs Regin­bert von Pas­sau und des Paps­tes Luci­us auf die­sem Berg zu Ehren des hei­li­gen Gott­hard eine Kir­che erbaut und zum Diens­te der Pil­ger, die durch die Gegend nach Hil­des­heim zum Gra­be Gott­hards zogen, eini­ge Mön­che hier­her gesetzt. Hier­durch sei der Grund zu einer Pfar­rei gelegt wor­den, die 1148 von Papst Eugen III. bestä­tigt wor­den sei.

Der Kir­chen­bau auf dem dama­li­gen Gott­hards­berg liegt wie ein grau­er Rie­se domi­nie­rend in der Land­schaft des Baye­ri­schen Wal­des. Der mas­si­ve Turm, der aus der ehe­ma­li­gen Burg­an­la­ge stammt, dürf­te um 900 anzu­set­zen sein. Der geknick­te Spitz­helm ist der Zeit der Gotik zuzu­rech­nen. Das Kir­chen­schiff ist ein baro­cki­sier­ter ein­schif­fi­ger Bau mit Ton­nen­ge­wöl­be und Stichkappen.

Patro­zi­ni­um: 5. Mai

“„Das Got­tes­haus von Kirch­berg im Wald erzählt dem Besu­cher von sei­ner fast 1000jährigen Geschich­te. Sei­ne Fres­ken, die Decke und Gewöl­be über­zie­hen, sind für eine Pfarr­kir­che im Baye­ri­schen Wald beein­dru­ckend. Mit sei­nem Patro­zi­ni­um und der vor­neh­men Sta­tue des hei­li­gen Gott­hard legt es auch Zeug­nis ab über das Wir­ken der Bene­dik­ti­ner und ihrer tüch­ti­gen Äbte bei der Kul­ti­vie­rung und Besie­de­lung des heu­ti­gen Baye­ri­schen Waldes,einer unver­zicht­ba­ren Sakral­land­schaft unse­rer nie­der­baye­ri­schen Heimat.“”

Dr. Isfried Griebel

(Quel­le: Kir­chen­füh­rer“, Auf­la­ge 11995)