„Fürchtet euch nicht“, zitierte Pfarrer Pater Paul Ostrowski aus dem Tagesevangelium im Sonntagsgottesdienst und hatte dabei insbesondere die 18 Jugendlichen vor ihm in den vorderen Bänken des Gotteshauses Kirchberg im Wlad im Blick.
Diese wollten sich an diesem Tag als Firmkandidaten der Pfarrgemeinde vorstellen. Wie wichtig die Botschaft aus der Heiligen Schrift sei, dokumentierte der Pfarrer anhand der Verfolgung von Christen und Christinnen in mehreren Ländern. Zwar sei Glaubensfreiheit in Deutschland laut Grundgesetz gewährleistet, meinte Ostrowski. Doch, wenn wir auch in Europa Religionsfreiheit genießen würden, könnten wir aber nicht behaupten, Christenverfolgung sei ein Phänomen der Vergangenheit, so der Seelsorger. Deshalb müssten wir nachdenken, wie wir unseren Glauben in unserer Gesellschaft leben könnten. Schon bei den einführenden Worten hatte er dafür den Firmlingen wegweisende Worte gesprochen.
Das Motto der Firmvorbereitung „Feuer in mir“ aufnehmend beschrieb er das Wesen und die Aufgabe, die „Gottes Heiliger Geist“ als Begabung offenlege. „Unsere Aufgabe ist es, unsere Fähigkeiten und Begabung in die Gemeinschaft der Familie und Freunde einzubringen,“ folgerte der Pfarrer. Jesus, der uns in Liebe und Freundschaft verbinde, sei dabei Freund und Partner. Im Anschluss an die Predigt nahmen die zukünftigen Firmlinge im Altarraum Aufstellung, stellten sich der Reihe nach namentlich vor und bestärkten die Bereitschaft das Sakrament der Firmung empfangen zu wollen.
Schon im Bußakt konnten sich Lea, Laura und Amelie als gut vorbereitete Sprecherinnen erweisen. Sie dankten für Gottes Gnade und Hilfe, wenn die Irrwege des Lebens schließlich doch noch zum Ziel führten.
Auch im weiteren Verlauf gestalteten die jungen Leute den Gottesdienst aktiv mit. Magdalena trug die Lesung vor. Lena, Josefa, Anna und Josef beteten für Menschen, die ihre Begabung nicht unter Beweis stellen könnten oder die freudlos lebten oder unter Gewalt leiden müssten. Franz sprach das Dankgebet am Ende des Vorstellungsgottesdienstes.
Auch die Firmhelferinnen Anneliese Ertl und Claudia Wildfeuer unterstützten ihre jugendlichen Schützlinge, indem sie in einem Beitrag erklärten, was Firmung bedeutet. Auch im weiteren Verlauf der Vorbereitungsphase sind die Firmanwärter bei ihren Helferinnen, zu denen auch Sylvia Ulrich gehört, in besten Händen. In Seminaren haben sie sich auf diese Aufgabe vorbereitet. Pfarrer Pater Slawomir Olech steht ihnen als geistlicher Leiter hilfreich zur Seite. Die Firmspendung erfolgt schließlich am 21. Oktober in der Bischofsmaiser Pfarrkirche. Dann werden sie mit den Firmlingen aus den übrigen Pfarreien des Pfarrverbandes, Bischofsmais und Untermitterdorf, sowie der Filiale Zell die Firmung gemeinsam feiern.
Firmbewerber der Pfarrei Untermitterdorf
Firmbewerber Filialkirche Zell
