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Kirche vor Ort

Eine Pfarrgemeinde sagt „Vergelts Gott“

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 15.01.2021

2021 aktuelles verabschiedung frau loibl 1 info-icon-20px Sonja Stündler

Die Pfarrei Bischofsmais verabschiedet ihre langjährige Pfarrsekretärin Marianne Loibl in den Ruhestand

Alle Jah­re wie­der“ – Nicht nur das bereits vor kur­zem von den Chris­ten gefei­er­te Weih­nach­ten kehrt all­jähr­lich wie­der, son­dern auch das Fest Hei­lig drei Köni­ge. Die drei Wei­sen aus dem Mor­gen­land suchen nach dem Kind in der Krip­pe und fol­gen dabei dem Stern von Bet­le­hem, der sie führt. Früh auf­ste­hen — hieß es an die­sem Tag für die Pfarr­ge­mein­de Bischofs­mais. Sie fei­er­te an die­sem Tag um halb 9 einen durch­aus beson­de­ren Got­tes­dienst in der Pfarr­kir­che St. Jako­bus d. Ä. in Bischofs­mais, denn nicht nur die Suche der drei Hei­li­gen fand an der Krip­pe ihr Ende. Nach dem Mot­to Ende einer Ära im Pfarr­bü­ro Bischofs­mais“ – wur­de die lang­jäh­ri­ge Pfarr­se­kre­tä­rin Frau Mari­an­ne Loibl im Rah­men die­ser Fei­er in der Kir­che verabschiedet.

Es muss ein wun­der­ba­rer Stern gewe­sen sein, der damals, zur Zeit des Königs Hero­des, am Him­mel auf­ge­gan­gen war“ – So stimm­te Pater Paul die Got­tes­dienst­be­su­cher in der Pfarr­kir­che Bischofs­mais mit sei­nen Anfangs­wor­ten der Pre­digt auf die­sen Fei­er­tag ein. Der Weg war sicher nicht ein­fach“ – stell­te der Pfar­rer wei­ter fest. Doch auch Erleb­nis­se oder Schick­sals­schlä­ge in unse­rem All­tag machen es oft schwie­rig unse­ren Glau­ben an Chris­tus zu ver­wirk­li­chen. Jedoch wur­den alle Besu­cher bestärkt, nie müde zu wer­den und immer dem Stern zu fol­gen, um auf dem rich­ti­gen Weg zu blei­ben – dem Weg zu Gott. Dabei sei es wich­tig, nicht allein als Christ unter­wegs zu sein, son­dern sich auch gegen­sei­tig zu ermu­ti­gen und zu stär­ken. Mit Lie­be und Begeis­te­rung sol­len wir auch unse­re Mit­men­schen anstecken.

Die­se Begeis­te­rung bewies auch Frau Loibl, die Jahr­zehn­te lang das Leben der Pfarr­ge­mein­de mit­ge­stal­te­te, ver­wal­te­te und sich für zahl­rei­che Belan­ge ein­setz­te. Nach eige­ner Aus­sa­ge durf­te Frau Loibl in ihrem 38- jäh­ri­gem Dienst vie­le schö­ne Stun­den bei ihrem Schaf­fen in der Pfar­rei erle­ben. Am 15.09.1982 wur­de sie vom Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­at Pas­sau als Pfarr­se­kre­tä­rin für Bischofs­mais ein­ge­stellt und war auch im Pfarr­bü­ro Kirch­berg im Wald tätig.

Wäh­rend die­ser Zeit habe ich ver­sucht mei­ne Arbeit gut zu machen, ja den Dienst am Men­schen bzw. den Dienst für die Men­schen zu leis­ten“ – Wor­te einer beschei­de­nen und schei­den­den Pfarr­se­kre­tä­rin. Dass ihr die­ser Ver­such durch­aus mehr als gut gelun­gen ist, wur­de noch­mals am Ende des Got­tes­diens­tes deut­lich. Der Pfar­rer bat Frau Loibl nach vor­ne an den Altar zu kom­men. Mit einem Vergelt’s Gott“ für ihren uner­müd­li­chen Dienst ver­ab­schie­de­te er sich auch im Namen der gesam­ten Pfarr­ge­mein­de von sei­ner Pfarr­se­kre­tä­rin. Das Weg­ge­hen bedaue­re er sehr, wis­se aber auch um den mehr als ver­dien­ten Anspruch auf Ruhe­stand. Für die Zukunft wün­sche er ihr Got­tes Segen, Gesund­heit und alles erdenk­lich Gute.

2021 aktuelles verabschiedung frau loibl 2 info-icon-20px Sonja Stündler

Loben­de Wor­te fand auch Kir­chen­pfle­ger Micha­el Raith. Laut Raith habe Frau Loibl das Pfarr­bü­ro her­vor­ra­gend geführt, auch zusätz­li­che Arbei­ten, wie z.B. das Erstel­len des Pfarr­brie­fes jeder­zeit bereit­wil­lig über­nom­men und das auch in vie­len unbe­zahl­ten Über­stun­den. Die Wor­te Fest steht, dass du eine gro­ße Lücke hin­ter­lässt“, zeig­ten noch­mals, wie sehr Frau Loibl von allen Sei­ten für ihre Arbeit geschätzt wur­de. Außer­dem bedank­te er sich noch­mals im Namen aller Pfarr­an­ge­hö­ri­gen, aller Pfarr­ge­mein­de­rats­mit­glie­der und Kir­chen­ver­wal­tungs­mit­glie­der recht herz­lich. Als Geschenk wur­de Mari­an­ne Loibl von dem Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­den Hans Art­mann ein Blu­men­strauß mit Hir­mon­sta­lern“, ein Bischofs­maiser Zah­lungs­mit­tel, über­reicht. Gott sei Dank – Frau Loibl wer­de aber der Pfar­rei nicht ganz ver­lo­ren gehen, da sie ehren­amt­lich wei­ter­hin aktiv bleibt.

Text + Fotos
Son­ja Stündler