Kirche vor Ort

27 Ehepaare versammelten sich in der Pfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere in Bischofsmais.

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 02.11.2023

Info Icon Sonja Stündler

In guten wie in schlechten Tagen … ein Lied von im nun vergangenen, aber nicht immer mit eitlem Sonnenschein behafteten Erlebnissen, singen gekonnt hätten vermutlich viele der anwesenden Ehrengäste.

„Es ist heut­zu­ta­ge nicht selbst­ver­ständ­lich, dass man eine so lan­ge Zeit mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet ist, einen lan­gen Lebens­ab­schnitt mit­ein­an­der geht, sich hält und aus­hält, sich gegen­sei­tig stützt und dem Part­ner immer wie­der das Gefühl gibt, dass man da ist.“ – Mit die­sem kla­ren State­ment lob­te Pöp­pel zu Beginn bewun­dernd das lan­ge Mit­ein­an­der der Anwe­sen­den. Zum Nach­sin­nen reg­te er bei sei­ner Pre­digt mit einem Zitat des deut­schen Moral­theo­lo­gen Eber­hard Scho­cken­hoff an: ​„Jede Lebens­ent­schei­dung hat nicht nur eine Vor­ge­schich­te, die der Selbst­prü­fung und der Abklä­rung von Sehn­süch­ten und Erwar­tun­gen dient, son­dern auch eine Nach­ge­schich­te, von der letzt­lich ihr Gelin­gen abhängt“. Beim Sakra­ment der Ehe gesche­he das Ja- Sagen zuein­an­der in der Anwe­sen­heit Got­tes. Damit wer­de klar, dass das Gelin­gen nicht nur in der eige­nen Hand lie­ge: Ehe­li­che Lie­be sei zutiefst hof­fen­de Lie­be. Sie hof­fe, dass die Lebens­fül­le von Gott komme. 

„Bit­te, Dan­ke und Ent­schul­di­gung“ – Magi­sche Wor­te als Rezept für ein erfüll­tes Mit­ein­an­der ins Spiel brach­te der Geist­li­che mit dem Zitie­ren aus­sa­ge­kräf­ti­ger und ein­leuch­ten­der Wor­te von Papst Fran­zis­kus bei der Ehe­vor­be­rei­tung. Das Zusam­men­le­ben sei eine Kunst, ein Weg, der Geduld erfor­dert, der aber auch schön und fas­zi­nie­rend sei. Er höre nicht auf, wenn man sich gegen­sei­tig erobert habe. Im Gegen­teil, dann fan­ge er erst an. ​„Die­ser Weg, den ihr Tag für Tag gehen müsst, hat Regeln“, mit ein­dring­li­chen Bli­cken an die Jubi­la­re ver­wen­de­te der Pfar­rer die Wor­te vom Kir­chen­ober­haupt, um schließ­lich das Geheim­nis, das bekann­te ​„Salz in der Sup­pe“, in die­sem Fall stüt­zen­de und wert­schät­zen­de Ritua­le des All­tags, zu ver­ra­ten. Andachts­voll den gött­li­chen Bei­stand für vie­le wei­te­re gemein­sa­me Jah­re erbit­tend schloss Pöp­pel sei­ne leb­haf­te Pre­digt ab. Sich auf ihre Zunei­gung zuein­an­der besin­nend erneu­er­ten die Part­ner ihr Ehe­ver­spre­chen und schrit­ten schließ­lich Sei­te an Sei­te nach vor­ne, um sym­bo­lisch mit Segens­hand auf dem Kopf Got­tes Gunst für ihren wei­te­ren Lebens­weg zu erhalten.

Zur Fei­er des Tages kuli­na­risch ver­wöhnt und gut bedient vom Pfarr­ge­mein­de­rat Bischofs­mais mit sei­nem Vor­sit­zen­den Hans Art­mann fan­den sich die Paa­re nach der Fei­er im Pfarr­saal zum gemüt­li­chen Ver­wei­len und Rat­schen im Pfarr­saal wie­der und lie­ßen sich die zar­ten Schnit­zel mit Kar­tof­fel­sa­lat zum Mit­tag­essen und die süßen Kuchen mit wär­men­dem Kaf­fee im Anschluss glei­cher­ma­ßen zufrie­den auf der Zun­ge zergehen.

Info Icon Sonja Stündler

Qul­le: PNP
Text+Fotos: Son­ja Stündler

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