
„Ich liebe dich! oder wie es vielleicht besser in unsere Gegend passt: I mog di! Wie oft sagen Sie sich das noch heute?“, begann Pfarrer Pöppel seine Predigt und regte die 22 Jubelpaare zum Nachdenken an, die zum Tag der Ehejubilare in der Pfarrkirche erschienen sind.
„Aber liebe Jubelpaare“, sprach er weiter „wenn man schon so lange zusammen ist wie Sie – ein Jubelpaar sogar 60 Jahre – dann weiß man doch auch was man am anderen hat, da muss man sich das nicht ständig am Tag fünf Mal sagen“ und lenkte damit doch wieder ein, das die Liebe des Zusammenhalts über diese lange Zeit hinweg doch aus mehr besteht, als aus dem Zusagen der anfänglich genannten, allbekannten drei Worte.Er erinnerte die Paare zudem daran, ob sie noch wissen, wann sie zum ersten Mal zueinander gesagt haben: „I mog di“ und daran, wie sie damals vor Gott in der Kirche einander Ja gesagt und damit gespürt haben, das auch Gott sein Ja dazu gegeben hat; mit seinem Segen ihr Leben und ihre Liebe von nun an begleitet ist.

„Wenn man dem Gegenüber nicht mehr sagen darf, welche Gefühle einen umtreiben, was einem im Innersten bewegt, was man aneinander schätzt und füreinander findet, dann wärt ihr sicherlich heute nicht hier, sondern das wäre schon längst das Ende der Liebe, das Ende des Miteinanders“, waren gegen Schluss die treffenden Anmerkungen der Predigt und er sagte den lang Verheirateten zu, dass er glaube, dass das Geheimnis ihrer Liebe, die sie heute hierher geführt hat, Dankbarkeit ist, was auch die Kernbotschaft des heutigen Evangelium aussagt.

Nach dem Einzelsegen den die Eheleute von Pfarrer Bruno Pöppel und Diakon Albert Achatz am Ende erhielten und dem letzten Lied der Organistin Frau Bianca Fedyczewski — die den Gottesdienst musikalisch umrahmte — ging es unter strahlend blauen Himmel hinüber in den Pfarrsaal wo die Jubelpaare von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates mit Sekt oder O‑Saft begrüßt und zu ihrem Jubiläum gratuliert wurden. Glückwünschende Worte sprach auch noch Frau Katharina Zellner (stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates) im nun engeren, gemütlicheren Kreise, ehe das Weißwurstfrühstück, sowie Kaffee und Kuchen zum längeren Verweilen einluden.
Allen Beteiligten an dieser Stelle nochmals ein Herzliches Vergelt ´s Gott.
Text+Fotos
Anna Gilg