Allmählich nimmt das kirchliche Leben in den Pfarreien wieder Fahrt auf. Nach den umfangreichen Feierlichkeiten zum Hochfest Ostern verriet am Sonntag darauf der feierliche Einzug von über 25 Ministranten unter der Begleitung von Pfarrer Pater Paul Ostrowski und Diakon Albert Achatz, dass an diesem Weißen Sonntag erneut etwas Großes in der Kirchberger Pfarrkirche zu feiern anstünde. Tatsächlich sollten an diesem Sonntag die Ministranten im Mittelpunkt stehen.
Für neun Mädchen und Jungen nämlich begann oder endete mit der Feier des Gottesdienstes ein besonderer Abschnitt in ihrem Leben als Christen. In einer feierlichen Zeremonie sollten sechs Kinder in die Schar der Ministranten aufgenommen werden, drei Jugendliche wollten Abschied vom Messdieneramt nehmen. Nach der Begrüßung durch den Pfarrer buchstabierten Korbinian Ertl und Niklas Eichinger das Wort „Ministranten“ auf ihre Weise. Indem sie den einzelnen Buchstaben eine spezielle Bedeutung zuwiesen, offenbarten sie die Inhalte des Messdieneramtes. Mit der Deutung des letzten Buchstabens verwiesen sie auf den Anlass des festlichen Gottesdienstes: „N — wie neue Ministranten aufnehmen“. Nach der Predigt von Diakon Achatz wurden dann die neuen Ministranten von Pater Ostrowsksi namentlich aufgerufen und befragt, ob sie für den Dienst am Altar zur Ehre Gottes bereit seien. Nach ihrer Zustimmung und der Segnung der Ministrantenkreuze überreichten der Pfarrer und der künftige „Vorgesetzte“, Oberministrant Florian Seidl, Niklas Eichinger, Matthias Gigl, Thomas Duschl, Tabea Bergmann, Verena Gigl und Julia Reinke die Insignien ihres Dienstes.
Was Messdiener sein auch bedeuten kann, erlebten die Neuzugänger beim Wortgottesdienst. Die zukünftigen „Kollegen“ Josefa Loibl und Benedikt Gigl sprachen bei den Fürbitten für alle Christen weltweit, aber auch für die Neulinge im Ministrantendienst.
Vor dem Schlusssegen hieß es dann Abschied nehmen von den scheidenden Minis Nina Schacherbauer und Jonas Kraus mit jeweils sieben Dienstjahren sowie von Lisa Raith, die es auf acht Jahre Ministrantenjahre brachte. Pfarrer P. Ostrowski bedankte sich bei ihnen für die jahrelang zuverlässig und gewissenhaft ausgeführten Dienste. Als Dankeschön erhielten sie eine von Bischof Oster unterzeichnete Urkunde. Die Pfarrei steuerte einen Gutschein bei. In diesem Zusammenhang würdigte der Priester auch die Verdienste des Ministranten-Betreuungsteams um Michaela Seidl, Simone Gigl und Michaela Reinke. Ihrem Einsatz sei es zu verdanken, dass so viele junge Christen über viele Jahre hinweg mit Freude den Dienst am Altar und in der Gemeinschaft verrichteten. Die Betreuerinnen hatten auch für die flotte, musikalische Gestaltung des Gottesdienstes die „Chili-Music“ angeheuert. Die Mitglieder dieser jungen Musikgruppe fühlen sich als ehemalige oder noch aktive Minis mit den Akteuren des Tages eng verbunden. Der besondere Dank des Pfarrers galt auch den Eltern, die ihre Kinder in ihrem Bestreben und mutigen Entschluss gestärkt und an diesem besonderen Tag begleitet hätten. Für die Mini- Neulinge gab es zum Einstieg ein Büchlein mit allen Wissen über den Ministrantendienst.
Johannn Probst