
Das Coronavirus mit Ausgangsbeschränkung und Kontaktsperre zur Folge beeinflusste die diesjährigen Feierlichkeiten zum Osterfest im ganzen Land im enormen Maße. Waren schon am Palmsonntag die Pfarrangehörigen vom Festgottesdienst ausgeschlossen, so schmerzte sie der Ausschluss von den Auferstehungsfeierlichkeiten in der Osternacht und den Festgottesdiensten erst recht.
So wurde die Osterkerze ohne Beteiligung der Pfarrgemeinschaft entzündet. Auch die österliche „Speisenweihe“ sollte eigentlich entfallen. Doch hatten die Seelsorger und der Mesner eine Möglichkeit gefunden, den Pfarrangehörigen ein klein wenig Osterfreude in die Häuser zu bringen: Am Karsamstag konnten Pfarrangehörige Körbchen mit den Speisen zur Segnung vor dem Altar in jeder Kirche des Pfarrverbandes abstellen.
Gesegnet wurden die Nahrungsmittel dann mit dem Osterlicht in der leeren Kirche bei den Festgottesdiensten in der Osternacht und am Ostermorgen. Bei der Abholung der Speisen durften die Pfarrangehörigen mit den angebotenen kleinen Osterkerzen auch gleich das Osterlicht mitnehmen und so ein wenig von der Stimmung und österlichen Freude mit in die familiäre Hausgemeinschaft bringen. Die Segnung von Lebensmitteln hat ja ihren Sinn darin, die Tischgemeinschaft mit dem Auferstandenen daheim fortzusetzen.
Zum Foto: Mit den gesegneten Speisen konnten die Pfarrangehörigen das Osterlicht entzünden und mit nach Hause nehmen.
Text + Foto
Johann Probst