Zuvor im Freien am gesegneten Osterfeuer entzündet, spendete die Osterkerze den Andächtigen Licht für ihre Kerzen. Allen voran und gefolgt von Pfarrer Bruno Pöppel, Diakon Albert Achatz und den Ministranten zogen einige Erstkommunionkinder zu Beginn mit ihren flackernden Lichtern durch die feiernde Gottesdienstgemeinde hin Richtung Altar. Gekonnt für die musikalische Atmosphäre sorgte bei diesem Gottesdienst der Kirchenchor unter der Leitung von Michael Rothkopf.
Nachdenklich gestimmt wurden die Besucher bei der Predigt. Bei den aktuellen weltlichen Geschehnissen stelle sich die Frage: Wozu bei all dem Ostern feiern? Eindringlich appellierte Pöppel: „Ostern ist ein Fest, das gefeiert gehört“. Ostern sei nämlich kein Fest, das man nur an schönen Tagen feiern sollte, sondern das Fest schlechthin, das gerade in herausfordernden Zeiten Hoffnung und Zuversicht schenkt und selbst mitten im Leid und Tod mit einer tiefen Freude erfüllen kann. Ostern zeige nämlich, dass letztlich das Leben siegt, denn selbst Corona oder Krieg können die Auferstehung Jesu nicht bändigen oder rückgängig machen. Im Schein von zahlreichen Kerzen erinnerte und bestärkte Pfarrer Bruno Pöppel in seiner Predigt die Gläubigen: „Inmitten von vielen Herausforderungen ist der Herr lebendig gegenwärtig und schenkt seine Kraft und seine Freude!“ Selbst der Tod sei keine Macht mehr, vor der man bedingungslos kapitulieren müsse.
Mit einem herzlichen Ostergruß und einem bunt gefärbten Osterei wurde im Morgengrauen jeder einzelne Gottesdienstbesucher an den drei Ausgängen von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates fürs Mitfeiern belohnt.
Sonja Stündler