Das Bundeswehr ‑Pionierbataillion aus Bogen unter der Leitung von Leutnant Peter Borchert war angerückt, um mit Kran, Bagger, einer Planierraupe und drei LKW die Planierung des Grundstücks vorzunehmen. Ziel war es bis zum Wintereinbruch, den Rohbau fertigzustellen. So kam es auch und der Kirchenbauverein lud am 03. November 1963 mit einem Fest zur Grundsteinlegung der Filialkirche Zell ein. Sie wurde im Auftrag des Bischofs von Prälat Anton Wickl aus Passau mit Assistenz des Geistlichen Rates Isidor Gabriel und von Kaplan Michael Fischer vollzogen. Die Fertigstellung zog sich dann schließlich bis Oktober 1966 hin, wo dann ein großes Einweihungsfest gefeiert wurde.
Dieses 60jährigen Jubiläum nahmen wir am Sonntag 16.07.23 zum Anlass, um in Zell ein Kirchenfest zu feiern. Um 10.00 Uhr begann der festliche Gottesdienst mit P. Paul Ostrowski und Diakon Alfons Kopp. In der Predigt hat der Geistliche darauf hingewiesen, dass das Fundament der Kirche Jesus Christus ist. Ihn hat Gott als „sicheres und festes Fundament“ gegeben. Er ist „der harte und kostbare Eckstein“, den Gott gelegt hat. Er sagte weiter, dass die Kirchengebäuden haben nur so lange Bestand und werden als Gotteshäuser genutzt und erhalten, solange es die Kirche aus lebendigen Menschen gibt; Christen, die am Evangelium Jesu Christi ihr Leben ausrichten, die sich versammeln, um durch Lobpreis und Dank Gott anbeten.

Zum Abschluss übernahm Kirchenpfleger Gunther Pfeffer das Wort und er erzählte die Geschichte vom Hergang des Kirchenbaus in Zell. Damals hatten die Bürger von Zell und Umgebung teils einen einstündigen Fußmarsch auf sich genommen, um den Gottesdienst in Kirchberg zu besuchen. Es wurde ein Kirchenbauverein gegründet, der alles in die Wege leitete. Die Gesamtbaukosten wurden auf 230 000 DM veranschlagt. Zur Finanzierung wurde eine großangelegte Spendenaktion an die Pfarrämter innerhalb der Diözese gestartet. Den größten Teil übernahm die Diözese Passau, außerdem ist eine namhafte Eigenleistung von den Gemeindebürgern eingebracht worden. Dafür bedankte sich Kirchenpfleger Pfeffer noch bei den Anwesenden, die damals mitgeholfen hatten.

Besonderen Dank ging auch an Schulz Bernd, der uns mit der Archivierung von Zeitungsberichten und Bildern diesen Informationsfluss ermöglicht hat. Ganz herzlich bedankte er sich auch beim Kirchenchor St. Josef, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte und bei allen Helfern, die für das Gelingen des Festes ihren Beitrag geleistet haben. Bei Sonnenschein, guter Bewirtung und zünftiger musikalischen Unterhaltung (Martin Hammerla und Martin Schmid) konnten wir ein schönes Fest feiern.