Jugend

Dein Gebet ist ein Sprechen mit Gott

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 30.11.2024

2024 aktuelles kirchberg firmstunde 1

Im Rahmen der Firmvorbereitung werden dieses Jahr ca. 50 Firmlinge auf die Firmung vorbereiten. Dazu werden in monatlichen Treffen verschiedene Glaubensthemen mit den Jugendlichen betrachtet.

Im letz­ten Firm­tref­fen, am 23.11.2024 wur­de so gemein­sam das The­ma Gebet“ erar­bei­tet. Denn im Gebet kann der Mensch in Kon­takt mit Gott tre­ten. So sagt bereits der Hei­li­ge Augus­ti­nus Dein Gebet ist ein Spre­chen mit Gott“. Dabei kann der Mensch auf unter­schied­li­che Wei­se zu Gott beten. So gibt es vom Hei­li­gen Geist geschenk­te Gebe­te, wel­che über Jahr­hun­der­te hin­weg von der Kir­che über­lie­fert wur­den, wie etwa das Ave Maria, das Rosen­kranz­ge­bet oder das Gebet, wel­ches Jesus sei­nen Jün­ger sel­ber lehr­te, das Vater­un­ser. Die­se Gebe­te nennt man Grund­ge­be­te und zei­gen, wie man zu Gott beten kann. Zugleich erhal­ten sie in sich eine heil­sa­me Wir­kung, da in die­sen Gebe­ten ver­schie­de­ne Heils­ge­heim­nis­se Got­tes zum Vor­schein kommen.

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Wäh­rend uns die Grund­ge­be­te vor­ge­ben mit wel­chen Wor­ten wir zu Gott beten, gibt es auch die Mög­lich­keit des frei­en Gebets. In die­ser Gebets­form rich­tet man sich in frei­en Wor­ten zu Gott. Ein Bei­spiel dafür ist das alt­be­kann­te Stoß­ge­bet, wel­ches man in aus­weg­lo­sen Situa­tio­nen spricht. Das freie Gebet zeich­net sich vor allem durch die per­sön­li­che Bin­dung des ein­zel­nen Men­schen zu Gott aus und fin­det sich häu­fig im pri­va­ten Bereich wie­der. Jedoch gibt es durch­aus auch Got­tes­diens­te oder Andach­ten, in denen freie Gebe­te zu Gott gespro­chen wer­den, bei­spiels­wei­se in Form von frei­en Für­bit­ten oder Dan­ken, wel­che durch die Got­tes­dienst­be­su­cher vor Ort frei for­mu­liert wer­den. In die­ser Form des Gebets kann der Mensch in sei­ner gan­zen Indi­vi­dua­li­tät vor Gott tre­ten und sich ihm anver­trau­en. Mit die­ser Gebets­form geht in gewis­ser Wei­se auch das Gebet in Stil­le ein­her. Denn auch in Stil­le kann der Mensch sei­ne frei­en Gedan­ken vor Gott hin­le­gen. So heißt es im Alten Tes­ta­ment im Buch der Chro­ni­ker: Denn der Herr erforscht alle Her­zen und kennt jedes Sin­nen der Gedan­ken“ (1.Chor 28, 9). Beim Gebet in Stil­le geht es aber vor allem dar­um, dem Stress und der Hek­tik des All­tags zu ent­flie­hen und zur Ruhe zu kom­men. Dabei kann eine Zeit der Stil­le die eige­nen Kraft­re­ser­ven wie­der auf­fül­len und lässt einen acht­sam wer­den für sei­ne aktu­el­le Gefühls­la­ge. Wäh­rend das Gebet in Stil­le auf Wor­te ver­zich­tet, lebt das Gebet mit Musik durch das gesun­ge­ne Wort. Denn auch in der Musik kann der Mensch mit Gott in Kon­takt tre­ten. So heißt es in den Psal­men Singt dem Herrn ein neu­es Lied. (Ps 96, 1; 98,1) und auch Augus­ti­nus bekräf­tigt die­se Gebets­form, wenn er sagt: Wer singt, betet dop­pelt.“ Dabei gibt es durch­aus ver­schie­de­ne Musik­rich­tun­gen und ‑for­men, in wel­chen man zu Gott sin­gen kann. Zum Bei­spiel die klas­si­schen Got­tes­lob­lie­der, moder­ne Lob­preis­lie­der oder mitt­ler­wei­le auch christ­li­che Hip­ho­pli­e­der. Wich­tig ist dabei immer, dass Gott im Mit­tel­punkt der Musik steht. Es gibt also Gebe­te in ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen: Die Grund­ge­be­te, das freie Gebe­te, das Gebet in Stil­le oder das Gebet mit Musik. Alle die­se Gebets­for­men haben ihre Berech­ti­gung und besit­zen eine je ande­re aber wert­vol­le Spi­ri­tua­li­tät. Denn so wie es unter­schied­li­che Gebets­for­men gibt, so gibt es auch Men­schen mit unter­schied­li­chen Prä­fe­ren­zen im Hin­blick auf die Fra­ge, wie ich zu Gott beten will und so mit ihm in Kon­takt tre­te. Im letz­ten Firm­tref­fen setz­ten sich auch die Firm­lin­ge mit die­sen Gebets­for­men aus­ein­an­der. Sie erfuh­ren, dass man auf unter­schied­lichs­te Wei­se zu Gott beten kann. Außer­dem war es schön mit­an­zu­se­hen, wie vie­le Firm­lin­ge auf die Fra­ge Wann redest du mit Gott?“ eine Ant­wort geben konn­ten. So nann­ten meh­re­re Firm­lin­ge das erfah­re­ne Leid z.B. anhand der Krank­heit von Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen oder bevor­ste­hen­de Her­aus­for­de­run­gen, wie etwa eine Schul­auf­ga­be, als Anlie­gen, um mit Gott ins Gespräch zu kommen.

Text:
Flo­ri­an Hai­plik, Gemein­de­as­sis­tent in Vorbereitung

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