Gut gefüllt waren nämlich die Gotteshäuser mit Eltern, Geschwistern und Angehörigen der insgesamt 26 Erstkommunionkinder. Sie wollten an diesem Tag ihre Wegbegleiter für den so bedeutsamen Schritt in die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen werden. Auch bei der letzten Station der vier Erstkommunionfeiern im Pfarrverband Kirchberg- Bischofsmais- Untermitterdorf in der Filialkirche in Zell wurde diese Einstellung sichtbar. Noch einmal empfingen sechs Drittklassler in der St.-Josefs-Kirche zum ersten Mal die Eucharistie. Das Vorbereitungsteam um die Gemeindereferenten Theresa Reitberger und Florian Haiplik hatten ihre Schützlinge auf diesen großen Schritt gewissenhaft vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von Klassenlehrerin Katrin Augustin, Religionslehrerein Annika Pfeffer und der Ansprechpartnerin vor Ort, Sabrina Pfaller. Diese monatelange Wartezeit war vom Motto „Du gehst mit “ geprägt. Den Leitspruch hatten die Kinder mit ihren Tischmüttern im Altarraum auch bildlich und anschaulich auf einem großen Plakat festgehalten. Die fünf Mädchen und ein Junge bereicherten den Festgottesdienst den Wortgottesdienst mit ihren Vorträgen. Anfangs hatten Isabella Hackl, Lisa Pfaller und Hanna Loibl die Begrüßung der Kirchenbesucher übernommen. Auch Timo Wurm, Theresa Riedl und Sofia Kollmer erledigten ihre Aufgaben als Sprecher bei den Kyrie-Rufen und bei den Fürbitten mit Bravour. Beim „Kyrie“ machten die Kinder deutlich, dass Christus der richtige Wegbegleiter sei, der die Wahrheit und das Leben darstelle.
In der Emmaus-Geschichte aus dem Lukas-Evangelium, verlesen von Pfarrer P. Paul Ostrowski, machten die jungen Christen die Erfahrung, dass Jesus mit ihnen geht und er im Brot mitten unter ihnen ist. Der angehende Pfarrgemeindereferent Florian Haiplik und der Pfarrer entwickelten im Predigtgespräch daraus Aussagen darüber, wie wichtig und belebend Gemeinschaft mit Jesus sein kann. „Nach dem Brotbrechen haben die Jünger Jesus erkannt“. Diese Aussage im Evangelium beinhalte eine starke Botschaft für jeden Menschen, urteilten die Prediger. Die Emmaus-Geschichte zeige nämlich, auf welche Weise man Jesus heute begegnen könne. Im Hören auf sein Wort, in der Feier der Gottesdienste und dem Empfang des Sakraments der Eucharistie in der Gemeinschaft könnten wir spüren, dass Jesus mit uns unterwegs ist, fassten P. Ostrowski und Haiplik die Beweggründe für die wochenlange Vorbereitungszeit zur Erstkommunion zusammen.
Die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen durch die Taufe, setze sich in der Erstkommunion fort, führte der Seelsorger weiter aus. Damit würde die Freundschaft mit Jesu Christi heute vertieft, so der Pfarrer und lud die Kinder zur gemeinsamen Erneuerung des Taufversprechens ein. Gemeinsam sprachen die sechs Kinder anschließend auch die Fürbitten und brachten die Gaben zum Altar. Zum Vater unser und Friedensgruß scharten sie sich mit ihren Betreuern um den Altar und fassten sich an den Händen, um schließlich den ersehnten Augenblick erleben zu dürfen: den Empfang der Heiligen Kommunion.
Mit herzlichen Worten bedankten sich stellvertretend für die anderen Erstkommunionkinder Hanna Loibl und Isabella Hackl mit herzlichen Worten bei den Sängern und Sängerinnen des St.-Josef-Kirchenchors und seinem Leiter Michael Rothkopf. Diese trugen mit ihren stimmungsvollen Liedern dazu bei, dass diese Feierstunde der Erstkommunion nicht nur für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis werden ließ. Nicht vergessen hatten sie bei ihren Dankesworten auch den Seelsorger der Pfarrei, Pfarrer P. Paul Ostrowski und ihre Lehrkräfte, Religionslehrerin Annika Pfeffer und Klassenlehrerin Katrin Augustin, für die einfühlsame Begleitung auf den Weg zur Erstkommunion. Nach der Segnung der Andachtsgegenstände, überwiegend Rosenkränze und Gebetbücher, die zur Grundausstattung der Erstkommunionkinder gehören, entließ der Pfarrer mit den Segenswünschen die Festgemeinschaft.

20 Erstkommunionkinder in der Kirchberger Pfarrkirche
Zehn Tage bevor die sechs Zeller Kinder die Erstkommunionfeier begehen durften, hatten schon 20 Klassenkameraden und ‑kameradinnen in Kirchberg zum ersten Mal die Kommunion empfangen. Auch sie hatten sich unter dem Motto „Du gehst mit“ auf ihren großen Tag in der Pfarrei vorbereitet. Den Gottesdienst feierte Pater Slawomir Olech mit den Konzelebranten Albert Achatz und Alfons Kopp. Fit gemacht hatte die Drittklassler das Wortgottesdienstteam mit Anneliese Ertl, Claudia Wildfeuer, Josefa Loibl und Michaela Reinke. Auch in der Pfarrkirche hatten die jungen Christen einiges mitzuteilen: Luca, Marlies und Alina sprachen die Grußworte und stellten das Motto des Tages vor. Auch bei den Kyrierufen, den Fürbitten und bei der Gabenbereitung zeigten sich die Buben und Mädchen gut präpariert. Auch die Eltern waren in Person von Olivia Ertl bei der Gottesdienstgestaltung präsent. Wie in Zell war das Evangelium mit der Emmaus-Thematik Ausgangspunkt für ein vertiefendes Predigtgespräch zwischen dem Gemeindereferenten in Ausbildung Florian Haiplik und Lektorin Claudia Wildfeuer. Dass in der Pfarrei Kirchenmusik einen hohen Stellenwert genießt, zeigte sich mit der Wahl der „Chili-Music“ für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Die jungen Musiker und Sänger beherrschten wieder einmal ihr Repertoire mit stimmungsvoller, neuer und traditioneller Kirchenmusik ausgezeichnet. So galt auch der Dank der Kinder in besonderer Weise der Musik-Gruppe. Nicht weniger wichtig würdigten sie den Beistand der Lehrerinnen und des Vorbereitungsteams. Pater Slawomir schloss sich den Dankesworten an und hob zusätzlich den positiven Einfluss der Eltern heraus.