Das Vorbild für das Leitmotto lieferte das Markusevangelium, das vom blinden Bartimäus berichtet, der sich nichts sehnlicher wünscht, als sehen zu können. Bei der Begrüßung konnte Pater Ostrowski, der zusammen mit Diakon Alfons Kopp den Festgottesdienst zelebrierte, zu seiner Freude feststellen, dass der Einladung der Pfarrei und der Hauptakteuren des Tages, den Erstkommunikanten, eine überaus große Anzahl von Angehörigen und weiterer Pfarrangehöriger gefolgt war.
Eine Begrüßung der besonderen Art erfolgte auch durch Erstkommunionkind Julia und „Mama“ Michaela Reinke, die im Zwiegespräch von den kleinen Problemen an diesem Festtag und von den Inhalten der Eucharistie erzählten: Von der Aufregung vor dem Gottesdienst und — zur Information für manche Gläubigen — auch, was es mit dem Empfang der Hostie auf sich habe und schließlich, dass sich durch die Kommunion auch im Menschen eine Wandlung vollziehe, wenn er sich darauf einlasse.
Auch im weiteren Verlauf des Gottesdienstes kamen immer wieder Eltern und vor allem Kinder zum Einsatz: Zunächst formulierten sie die Kyrierufe, die sich am Leitmotiv orientierten. In den Fürbitten baten die Kinder für die Menschen, deren Not übersehen wird, die zum Schweigen gebracht werden, deren Herz verhärtet ist und für alle, die sich nach etwas Gutem sehnen. Danach durften sie bei der Gabenprozession das Brot in Form von Hostien und Wein zum Altar bringen. Alle 33 Kinder waren dann zur Erneuerung des Taufversprechens aufgerufen und schließlich beim Höhepunkt des Gottesdienstes zum ersten Empfang der Kommunion. Eltern wirkten auch beim Vortrag der Lesung (Ines Kronschnabl)und des Segengebetes (Claudia Rothkopf) mit.
Diakon Alfons Kopp hatte die Stelle im Evangelium vorgetragen, in dem vom blinden Bartimäus berichtet ist. Pfarrer P. Ostrowski ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Bartimäus und seiner Wünsche ein. Er verwies auf sein großes Vertrauen zu Jesus und den Glauben an ihn, dass er ihn heilen und von seinem Leiden erlösen könne. Davon habe er sich von niemanden abbringen und einschüchtern lassen. „Jesus ist aber kein Zauberer, der alles auf die Schnelle nach unseren Wünschen heilt und wiederherstellt“, machte Pater Ostrowski deutlich. Seine Hilfe und Unterstützung schenke er nur denen, die selbst ehrlich und von Herzen ihren Teil dazu beitragen. Wer sich gute Noten wünsche, könne nicht erwarten, dass das ohne Lernen möglich sei. Wer sich Frieden in der Welt und zuhause fordere, selber aber wegen Kleinigkeiten Streit anzettle, sei nicht ehrlich und stehe damit nicht hinter seinen Wünschen, so der Seelsorger und ermahnte Kinder und Erwachsene: „Habt offene Augen und ein weites Herz beim Umgang mit anderen Menschen“. An die Eltern gewandt richtete er den Appell weiter auf die religiöse Erziehung ihrer Kinder zu achten und sie auf dem Glaubensweg zu begleiten, denn „der Glaube lebt immer auch vom Glauben anderer“. Er bedankte sich bei ihnen für die Mitwirkung bei der Vorbereitung hin zur Erstkommunion, die nach der Taufe ein großer Schritt zu einer besonderen religiösen Beziehung sei. Großartiges geleistet hatte das Vorbereitungsteam-Team Annelies Ertl mit ihren Kolleginnen Simone Gigl, Ines Kronschnabl und Michaela Reinke. Mit den Kindern haben sie den Gottesdienst einstudiert und so für einen reibungslosen Verlauf gesorgt. Mit großem Fleiß hatten Michaela Reinke, Anita Fischer und Carina Hasenöhrl zudem das Gotteshaus mit aufwendiger Dekoration zu einem Schmuckkästchen gemacht.
Mucksmäuschenstill unter der Kirchengemeinde war es immer geworden, wenn von der Empore her die Instrumente und der Gesang der Chili Music, einsetzten. Besonders stark hatte sich die Gruppe beim „Halleluja“ und beim Mottolied „Offene Augen, weites Herz“ in Szene gesetzt. Deshalb gab es ein besonderes Lob für die jungen Musiker am Ende des Gottesdienstes von Pfarrer P. Ostrowski.
Quelle PNP
Text: Johann Probst
Foto: Melanie Kaufmann