Kirche vor Ort

Dank für eine gute Ernte und für 25 Jahre Dienst in der Kirche

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 04.10.2019

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Einen besonderen Charakter hatte das Erntedankfest der Kirchberger Pfarrei am Sonntag: Neben dem Dank für eine gute Ernte und ein Jahr ohne Unwetter standen zwei Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die mit ihrem Wirken die Pfarrei in den vergangenen 25 Jahren geprägt haben.

Begon­nen hat­te der Fest­tag mit dem Kir­chen­zug vom Amt­hof­platz zur Pfarr­kir­che St. Gott­hard. Zu den Klän­gen der Kirch­ber­ger Blas­ka­pel­le zogen die Abord­nun­gen zahl­rei­cher Ver­ei­ne auf dem Kircha­berg., vor­an vier jun­ge Bur­schen des Trach­ten­ver­eins der Gott­hards­berg­ler“. Sie tru­gen die präch­ti­ge Ern­te­kro­ne, gefloch­ten von flei­ßi­gen Hän­den mit den hei­mi­schen Getrei­de­ar­ten Rog­gen, Wei­zen, Gers­te und Hafer. In der Kir­che führ­te der Weg durch den Mit­tel­gang unter den präch­ti­gen Ern­te­bö­gen, die die Hel­fer des Kirch­ber­ger Gar­ten­bau­ver­eins über die Bank­rei­hen gespannt hat­ten, vor zum Altar.

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Dort hat­te der Gar­ten­bau­ver­ein Gaben­kör­be mit Früch­ten aus Gar­ten und vom Feld deko­ra­tiv grup­piert. Der Nach­wuchs des Trach­ten­ver­eins ver­lieh dem Got­tes­dienst mit sei­nen Bei­trä­gen dazu dies­mal ein bele­ben­des, jugend­li­ches Geprä­ge. Bevor Pfar­rer Pater Paul Ost­row­ski die Ern­te­kro­ne und die Früch­te seg­ne­te, erin­ner­ten Jugend­li­che die Kir­chen­ge­mein­de gegen­über Gott für die Gaben der Natur und für Men­schen Dank­bar­keit zu zei­gen. Auch im wei­te­ren Ver­lauf des Got­tes­diens­tes spra­chen Jugend­li­che die Lit­ur­gie beglei­ten­de Tex­te. Schwung­voll und erfri­schend war der Gesang des Kir­chen­chors, der sich moder­ne Lie­der aus der Hand des aus der Regi­on stam­men­den Kir­chen­mu­si­kers Ste­fan Tren­ner aus­ge­wählt hatte.

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Pater Paul stell­te in sei­ner Pre­digt eben­falls den Begriff der Dank­bar­keit in das Zen­trum sei­ner Betrach­tun­gen gestellt. Der Sinn des Brau­ches Früch­te vor dem Altar nie­der­zu­le­gen, so der Geist­li­che, sei es uns zum Den­ken zu brin­gen, über uns selbst, über die Welt und über Gott. Ern­te­dank sei in der Welt, ins­be­son­de­re in Deutsch­land, nicht mehr etwas Selbst­ver­ständ­li­ches, die Rega­le in den Super­märk­ten sei­en stets voll, soll­te es auch ein­mal kei­ne so gute Ern­te geben.

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Am Ende des Got­tes­diens­tes und nach dem Dank an alle, die den Ern­te­dank-Fest­got­tes­diens­tes vor­be­rei­tet und gestal­tet hat­ten, nann­te der Pfar­rer noch zwei spe­zi­el­le Grün­de für Dank­bar­keit an die­sem Tag: Dia­kon Alfons Kopp und Mes­ner Man­fred Kuf­ner fei­er­ten ihr 25-jäh­ri­ges Dienst­ju­bi­lä­um. Auch im Namen den Amts­vor­gän­gern in Kirch­berg sprach Pater Paul den Dank für das Enga­ge­ment aus und wür­dig­te die Ver­diens­te der Jubi­la­re. Mit den Prä­sen­ten zum Jubi­lä­um, Sta­tu­en des Erz­engels Micha­el, hat­te die Pfar­rei Bezug zu den Tages­hei­li­gen, den Erz­engeln genom­men, die sym­bo­lisch den Schutz der Geehr­ten über­neh­men sol­len. Die Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Mela­nie Kauf­mann schloss sich den Glück­wün­schen an und sprach von 25 guten Jah­ren, die die bei­den Jubi­la­re in der Pfar­rei gewirkt hät­ten und nicht mehr davon weg­zu­den­ken sei­en. Schließ­lich über­brach­te das Bür­ger­meis­ter Alois Wenig den Dank für die stets gute Gemein­schaft stif­ten­de Zusam­men­ar­beit und die Glück­wün­sche der poli­ti­schen Gemeinde.

Die Fort­set­zung der kirch­li­chen Fei­er soll­te dann mit einem Ern­te­dank­mahl der Eine-Welt-Run­de Ki-Ri-Ki im Pfarr­gar­ten erfolgen.

Text + Foto
Johann Probst