Von den 22 für die Jubiläumsfeier gemeldeten Paaren hatten bereits sieben die Goldene Hochzeit gefeiert, beziehungsweise werden sie in diesem Jahr noch begehen. Zwei Paare haben vor über 60 Jahren den Bund der Ehe geschlossen und damit die Diamantene Hochzeit begangen. Eingeladen hatte der Kirchberger Pfarrgemeinderat zu der Feier auch die etwas jüngeren Jubilare ab 25 Jahren Ehe. Ebenso mitfeiern durften die Jubelpaare aus der Zeller Filialgemeinde und der Pfarrei Untermitterdorf.
Der festliche Dankgottesdienst begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Pfarrvikar Pater Slawomir Olech, in der er die Eheleute daran erinnerte, dass sie sich vor Jahren voreinander und vor Gott das Ja-Wort gegeben hätten. Den feierlichen Charakter garantierte der Kirchenchor, der unter Leitung von Antonia Radlinger den musikalischen Teil eindrucksvoll gestaltete.
Diakon Albert Achatz fand in seiner Predigt, die unter dem Motto stand „Gott liebt uns – ganz persönlich – mit Haut und Haaren – ohne Wenn und Aber“, den angemessenen Bezug: „Liebe Ehejubilare, ihr wisst selbst, die ihr Gottes Beistand für euer Leben, eure Ehe erbeten habt: Er liebt euch als Dritter in eurem Ehebund ganz persönlich, ohne Wenn und Aber, mit Haut und Haaren.“ Diesen Schutz und Gottes Beistand hätten die Eheleute schon vielfach erfahren, so Achatz. Liebe und Treue blieben nämlich nicht einfach so von alleine bestehen. „Liebe ist immer auch ein Stück Arbeit“, rief er den Jubilaren zu. . „Ihr habt euch getraut, den Weg gemeinsam zu gehen, weil ihr einander vertraut habt, in guten und schlechten Zeiten zusammenzuhalten“, so Achatz. Es hätte in den vielen Jahren des Ehelebens Tage mit Auseinandersetzungen, Streit, Schuld und Scherben geben, da sei es gut zu wissen gewesen, dass Gottes Barmherzigkeit die Schuld immer wieder verzeihe. „Deswegen seid ihr hier, um Gott, der euch trägt und stützt, auch danke zu sagen“, folgerte der Diakon. Eine zentrale Stelle nahm auch diesmal die Erneuerung des vor vielen Jahren abgelegten Eheversprechens ein.
Am Ende des Gottesdienstes beglückwünschte Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Melanie Kaufmann die Jubelpaare und stellte sie namentlich vor. Anschließend bat der Hauptzelebrant, Pfarrer Pater Slawomir Olech, mit Diakon Achatz die Ehejubilare zum Einzelsegen zum Altar. Dort reichten sich die Ehepartner die Hände, ließen sie vom Pfarrer oder Diakon mit der Stola bedecken und bestärkten ihr Gelöbnis. Gerne folgten die Jubilare dann der Einladung zum Empfang des Pfarrgemeinderates im Pfarrheim. Dort wurden sie auch von Pfarrer Ostrowski erwartet. Bei Schnittchen aus Pfarrgemeinderätin Michaela Reinkes Küche und kühlen Getränken verblieben die Jubilare länger im Pfarrheim oder tauschten die Erfahrungen aus vielen Ehejahren unter dem Nussbaum im lauschigen Pfarrgarten aus.
Text+Foto: Johann Probst

