Jugend

Mit der Formel Mini Start in die Ministranten-Laufbahn

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 28.10.2026

Info Icon Johann Probst

Drei Minis verlassen das Team, acht füllen das Team wieder auf

Da staun­ten die Besu­cher des Sonn­tags­got­tes­diens­tes in der Kirch­ber­ger Pfarr­kir­che nicht schlecht, war doch vor den Ein­gangs­tü­ren eine Rei­he von Bob­by­cars geparkt. Die Kir­chen­bän­ke waren mit Ziel­flag­gen wie bei einem rich­ti­gen For­mel 1‑Rennen dra­piert. Eine Ampel vor dem Altar, Start­num­mern und Rei­fen lie­fer­ten zusätz­lich For­mel 1‑Atmosphäre. Und dann begrüß­ten auch noch die Minis Anna Seidl und Bar­ba­ra Bau­er vom Ambo aus die Gäs­te zum ​„Grand Prix von Kirch­berg“. Dass die Besu­cher aber nicht an den fal­schen Ort gera­ten waren, erkann­ten sie, als die Minis sie auf­for­der­ten: ​„Lasst uns nicht lan­ge war­ten! Gott geht mit uns ins Rennen.“

Info Icon Johann Probst

Und schon roll­ten die ​„Pilo­ten“ in Minis­tran­ten­al­ben geklei­det, tat­säch­lich mit ihren Fahr­zeu­gen, aller­dings noch im gedros­sel­ten Aufwärm­tempo, bis zu den Altar­stu­fen hin. Dass das Alles nicht als Dum­mer-Jun­gen Streich gedacht war, erkann­te die Kir­chen­ge­mein­de, als den Bob­by-Car-Pilo­ten vie­le wei­te­re Minis sowie Pfar­rer Paul Ost­row­ski und Dia­kon Alfons Kopp durch den Mit­tel­gang folg­ten. Extra aus Pas­sau war der ​„Minis­tran­ten­pfar­rer“ der Diö­ze­se, Huber­tus Ker­scher, und die Refe­rats­lei­te­rin Edith Drex­ler ins Bay­er­wald­dorf zu die­sem Event ange­reist. Für Auf­klä­rung sorg­te schließ­lich Ker­scher selbst: ​„Heu­te fei­ern wir mit der Auf­nah­me und der Ver­ab­schie­dung von Minis­tran­ten einen beson­de­ren Got­tes­dienst.“ Das The­ma für den Got­tes­dienst hät­ten sich die Minis aus­ge­sucht. Es sei die For­mel 1, wie schon beim Ein­zug deut­lich gewor­den wäre: die For­mel 1 – oder bes­ser gesagt, die ​„For­mel Mini“, so der Pas­sau­er Pries­ter. Er stell­te in der Fol­ge die Gemein­sam­kei­ten in Meta­phern dar: Boxen­stopps, Regeln, Fah­rer und ein gro­ßes Ziel erin­ner­ten an das Leben als Chris­ten: ​„Gemein­sam sind wir unter­wegs und Gott ist mit unse­rem Team.“ 

Info Icon Johann Probst

Timo Hirt­rei­ter, der vor 10 Jah­ren in die Kirch­ber­ger Mini-Crew ein­ge­stie­gen ist, lud dann vier Mäd­chen und vier Buben ein, sich start­be­reit für das ​„Ren­nen“, den Got­tes­dienst und die Lauf­bahn als Minis­trant zu machen. Bei einem ers­ten Test hat­ten sich die acht ​„Debü­tan­ten“ bei den Kyrie­rufen und beim Pre­digt­spiel zu bewäh­ren. Mit Ampel, Rei­fen und Ziel­flag­ge benutz­ten sie star­ke Bil­der bei der Anru­fung Jesu als ​„Team­chef“, der als Hel­fer beim Ent­ste­hen von Pro­ble­men ein­schrei­ten kön­ne. Im fol­gen­dem Pre­digt­spiel, hieß es den Ablauf des For­mel 1‑Rennens auf das For­mel Mini-For­mat zu über­tra­gen. So wur­de die Gemein­sam­keit von Renn­sport, Minis­tran­ten und Glau­ben erkenn­bar. So fol­ger­ten die Minis gemein­sam mit ​„ihrem“ Pfar­rer: ​„Nie­mand kommt allei­ne ins Ziel, man braucht ein gutes Team, gegen­sei­ti­ge Hil­fe und Ver­trau­en. Letz­ten Endes kommt es auf die Hil­fe Got­tes auf der Stre­cke, auf dem Weg und im Leben an.“

Info Icon Johann Probst

Und Timo Hirt­rei­ter schluss­fol­ger­te eben­so: ​„Die For­mel 1 hat ziem­lich viel mit euch von der ​„For­mel Mini zu tun.“ Letzt­end­lich aber sei das Ziel bei den Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten grö­ßer als der Sie­ger­po­kal bei den Renn­fah­rern: ​„Es ist nicht weni­ger als der Him­mel, die ewi­ge Freu­de“, so der Ober­mi­nis­trant. Noch hieß es für die zukünf­ti­gen Minis aber bis vor dem Schluss­se­gen abzu­war­ten. Dann rief der Minis­tran­ten­pfar­rer die zukünf­ti­gen Minis­tran­ten Paul Alt­mann, Tere­sa Blö­chin­ger, Julia Eichin­ger, Matil­da Ertl, Chris­ti­an Pletl, Kla­ra Sedl­mei­er sowie Andre­as und Tho­mas Zist­ler auf und befrag­te sie, ob sie bereit sei­en mit Freu­de den Minis­tran­ten­dienst zu erfül­len. Nach dem kla­ren Ja erhiel­ten die Jung-Minis die ent­spre­chen­den Star­ter-Kits für den Dienst am Altar. Eine Beför­de­rung gab es schließ­lich auch noch. Timo Hirt­rei­ter, der ziem­lich genau vor 10 Jah­ren in die Schar der Minis auf­ge­nom­men wor­den war, wur­de zum Ober­mi­nis­tran­ten bestimmt. 

Info Icon Johann Probst

Die Freu­de über die Neu­zu­gän­ge soll­te aller­dings nicht ganz unge­trübt blei­ben. Drei bewähr­te Minis muss­ten sich an die­sem Tag von der Mini-Crew mit über 30 ​„Pilo­ten“ ver­ab­schie­den. Vere­na Gigl und Mat­thi­as Gigl übten jeweils fünf Jah­re zuver­läs­sig den Dienst aus. Bene­dikt Gigl erhielt nach neun Jah­ren Zuge­hö­rig­keit die Ent­lass­ur­kun­de des Bischofs. ​„Wir hof­fen, dass du der Pfar­rei nicht ver­lo­ren gehst. Viel­leicht kannst du ihr als Pfarr­ge­mein­de­rat oder in der Kir­chen­ver­wal­tung ein­mal dien­lich sein kannst“, mein­te die Pas­sau­er Refe­rats­lei­te­rin. Dass trotz des Ader­las­ses die Anzahl der Minis­tran­ten wie­der gestie­gen sei, sei nicht ver­wun­der­lich, so Edith Drex­ler bei ihrer Wür­di­gung. Bei die­ser Gele­gen­heit über­mit­tel­te sie auch die Glück­wün­sche von Bischof Oster an die Minis. Die Arbeit mit den Minis­tran­ten genie­ße weit über die Pfar­rei einen her­vor­ra­gen­den Ruf. Zuzu­schrei­ben sei die­se Tat­sa­che vor allem dem Betreu­er­team mit Michae­la Seidl, Simo­ne Gigl, Kat­rin Loibl und Car­men Bau­er, stell­te Drex­ler fest. Die Ange­bo­te für die Minis wür­den von der Durch­füh­rung der regel­mä­ßig statt­fin­den­den Grup­pen­stun­den bis zu Aus­lands­rei­sen wie nach Assi­si rei­chen. Einen wei­te­ren Grund dafür, dass die Kin­der der Grup­pe teil­wei­se bis ins Erwach­se­nen­al­ter der Crew treu blei­ben bestehe dar­in, dass sie stets mit der Unter­stüt­zung durch ihre Eltern rech­nen kön­nen. ​„Jetzt aber an den Start, ihr seid fit. Ihr schafft die neu­en Auf­ga­ben“, mach­te schließ­lich Drex­ler den Neu-Minis Mut. 

Info Icon Johann Probst

Der Minis­tran­ten­pfar­rer bedank­te sich schließ­lich für den schö­nen Tag bei der Minis­tran­ten­schar und ihren Betreu­ern und Eltern. Ker­scher hob dabei die her­vor­ra­gen­de musi­ka­li­sche Beglei­tung des Got­tes­diens­tes durch die ​„Chi­li Music“ als beson­de­ren Höhe­punkt her­vor. Die jun­gen Musi­ker ent­stam­men alle der Kirch­ber­ger Minis­tran­ten­grup­pe. Den Abschluss bil­de­ten dann Emmi und Jose­fa Loibl, die im selbst ver­fass­ten Gedicht die Lebens­um­stän­de der Minis­tran­ten beschrieben.

Info Icon Johann Probst

Quel­le: PNP

Text+Foto: Johann Probst

Weitere Nachrichten

Festgottesdienst
21.10.2026

Gestärkt fürs Leben – Firmung in Bischofsmais

Kraftvolle Stimmen, schwungvolle deutsche Kirchenlieder und 35 junge Menschen, für die dieser Samstag zu…

08.10.2026

Erntedank Kirchberg 2026

Für die Schöpfung danken wie Franz von Assisi 

18.09.2026

180. Jahrtag der Marienerscheinung von La Salette

Die weinende Gottesmutter und Ihre Botschaft der Buße, Umkehr und Versöhnung

Das glauben wir
25.08.2026

Geißkopfkirchweih 2026

Es war ein herrliches Bergwetter am Samstag, 15.08.2026 an Mariä Himmelfahrt, als die alljährliche…