Das glauben wir

Die weinende Mutter – ein himmlischer Ruf zur Umkehr. 180 Jahre Erscheinung von La Salette.

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 19.06.2026

Info Icon P. Paul Ostrowski

Am 19. September 1846 neigte sich der Himmel in besonderer Weise zur Erde herab: In der Stille der französischen Alpen von La Salette erschien die Gottesmutter zwei einfachen Kindern – Maximin und Mélanie.

In die­sem Jahr darf man das 180. Jubi­lä­um die­ses ergrei­fen­den Ereig­nis­ses bege­hen – eines Ereig­nis­ses, das bis heu­te in sei­ner geist­li­chen Tie­fe nichts von sei­ner Dring­lich­keit ver­lo­ren hat. Maria erscheint nicht im Glanz irdi­scher Macht, son­dern im Schmerz einer Mut­ter. Wei­nend sitzt sie da – erschüt­tert über die Sün­de der Men­schen, über ihre Gleich­gül­tig­keit gegen­über Gott und über das Ver­ges­sen sei­ner Lie­be. Ihre Trä­nen sind kei­ne Zei­chen der Ohn­macht, son­dern Aus­druck einer Lie­be, die tie­fer geht als jedes mensch­li­che Maß. In La Salet­te begeg­net uns Maria als Mut­ter und Für­spre­che­rin. Sie steht gleich­sam zwi­schen Him­mel und Erde, zwi­schen der gött­li­chen Gerech­tig­keit und der mensch­li­chen Schwach­heit. Sie hält – wie es die Über­lie­fe­rung sagt – das stra­fen­de Gericht ihres Soh­nes zurück, nicht um die Wahr­heit zu ver­schwei­gen, son­dern um Zeit zur Umkehr zu erbit­ten. Ihre Bot­schaft ist ein­dring­lich und klar: Umkehr, Gebet und Ver­söh­nung

Info Icon P. Slawomir Olech

Fast sechst Jah­re nach den Erschei­nun­gen, am 01. Mai 1852 ent­stand die Gemein­schaft der Mis­sio­na­re Unse­rer Lie­ben Frau von La Salet­te. Seit­dem tra­gen sie die Bot­schaft der Ver­söh­nung in alle Welt. 
Auch in der Diö­ze­se Pas­sau, in unse­rer Hei­mat im Pfarr­ver­band Kirch­berg — Bischofs­mais und dar­über hin­aus, wir­ken die Salet­ti­ner Patres und las­sen den Ruf von La Salet­te leben­dig blei­ben. 
Gera­de in einer Zeit, die von inne­rer Unru­he, Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und geist­li­cher Müdig­keit geprägt ist, spricht die Bot­schaft von La Salet­te mit neu­er Kraft zu unse­ren Her­zen. Sie for­dert uns her­aus, inne­zu­hal­ten und uns zu fra­gen: Wo ste­hen wir vor Gott? Wo haben wir den Weg der Treue ver­las­sen? Wo bedarf unser Leben der hei­len­den Kraft der Ver­söh­nung? Denn eines bleibt unver­rück­bar: Ohne Umkehr kei­ne Erneue­rung. Ohne Reue kei­ne Ver­ge­bung. Ohne Ver­söh­nung kein wah­rer Frie­de. Nicht im Her­zen des Men­schen – und nicht in der Welt. Und doch ist die Bot­schaft von La Salet­te letzt­lich eine Bot­schaft der Hoff­nung. Die Trä­nen Mari­ens sind durch­drun­gen vom Licht der gött­li­chen Barm­her­zig­keit. Sie ver­kün­den: Der Mensch ist nicht ver­lo­ren, solan­ge er den Weg zurück zu Gott sucht. Jeder Schritt der Umkehr eröff­net neue Wege zum Leben. Möge die­ses Jubi­lä­um uns alle neu ergrei­fen und ver­wan­deln. Möge es unse­re Her­zen öff­nen für den Ruf des Him­mels, damit wir den Weg der Ver­söh­nung mutig gehen – im Ver­trau­en auf die unend­li­che Lie­be Got­tes.

 

Info Icon P. Slawomir Olech

Weitere Nachrichten

Ausflüge
03.07.2026

Pfarrausflug nach Südpolen vom 18. – 22. Mai 2027

Herzliche Einladung zur Pilgerreise des Pfarrverbandes Kirchberg im Wald – Untermitterdorf- Bischofsmais nach…

Kirche vor Ort
24.06.2026

Ein Fest der langen Liebe: Kirchberger Jubelpaare feierten gemeinsam mit Untermitterdorfer und Zeller

Am Tag der Ehejubilare des Pfarrverbandes ist wieder die Langlebigkeit kirchlich geschlossener Ehen…

18.06.2026

Fronleichnam am Sonntag in der Filialkirche Zell

Da der Fronleichnamstag für die Pfarrorte „ausgebucht“ war, mussten diesmal die Pfarrgemeinde Untermitterdorf…

Das glauben wir
18.06.2026

Die eucharistische Feier mit Festgottesdienst und Prozession in Kirchberg

Das Herzstück des Glaubens an Fronleichnam öffentlich gemacht