Emilia, Mia, Josef, Matthias und Vitus mussten in den vergangenen Wochen viel Geduld aufbringen. Während 37 Klassenkameraden an der Kirchberger Grundschule schon vor vier Wochen in Kirchberg und Untermitterdorf die Feier ihrer Erstkommunion begehen konnten, war es für die drei Jungen und zwei Mädchen aus der Pfarrfiliale Zell erst am Feiertag Christi Himmelfahrt soweit. Pfarrer P. Paul Ostrowski und der Betreuer der Erstkommunionkinder, Pfarrassistent Florian Haiplik, geleiteten die in weiße Kommunionalben gekleideten Kinder in die Kirche St. Josef. Dort durften sie am Altar Platz nehmen und konnten aus nächster Nähe intensiv das liturgische Geschehen verfolgen.
Eingangs begrüßten Mia und Matthias die anderen Kirchgänger und verwiesen auf das Thema der Erstkommunion: „Ihr seid meine Freunde“. Unter diesem Leitwort hatten sich die Zeller Erstkommunikanten mit den Mitschülern gemeinsam auf diesen besonderen Tag auch vorbereitet. Betreuer Haiplik nahm in der Begrüßung Bezug zu diesem Motto: „Jesus hat euch eingeladen eure Freundschaft mit ihm in der Erstkommunion zu feiern.“ Und er erinnerte die Kinder an die Treffen in der Vorbereitungszeit, wo sie in der Tischgruppe gemeinsam über den Glauben gesprochen und mit großer Freude die Gemeinschaft untereinander und schließlich mit Gott erleben durften.
Mit mehreren Einsätzen bei ihrem Erstkommuniongottesdienst unternahmen die Kinder einen weiteren Schritt zur Freundschaft mit Jesus. Nach der Begrüßung zeigten sich die jungen Christen nämlich auch bei den Kyrierufen gut vorbereitet. „Was macht eigentlich eine gute Freundschaft aus?“ Diese Frage und ihre Beantwortung stand im Mittelpunkt des Predigtspiels. Mit Symbolen machten die fünf Kinder die Merkmale einer guten Freundschaft sichtbar und erklärten sie. Pfarrer P. Ostrowski folgerte daraus: „Jesus ist wie ein Freund, der uns entgegenkommt, wenn das Leben schwer ist“. Und weiter meinte er an die Kinder gerichtet: „Wir dürfen jederzeit zu ihm kommen, im Gebet, im Gottesdienst und ganz besonders bei der Kommunion, in der er uns seine Nähe zuspricht.“
Ein besonders stimmungsvoller Moment war die Erneuerung des Taufversprechens. Zum gemeinsamen Sprechen des Vaterunser reichten sich die Kinder die Hände und empfingen anschließend zum ersten Mal die Heilige Kommunion.
Um die Nähe Gottes mit seinem Schutz und Segen auf dem Lebensweg der jungen Christen, wo auch immer dieser Weg hinführen würde, bat Rebecka Niedermeier als Mutter von Kommunionkind Vitus im Segensgebet am Schluss des Gottesdienstes. Auch schon vorher unterstützten Eltern und Geschwister die Kinder bei der Gestaltung des Gottesdienstes. Niedermeier hatte bereits die Lesung vorgetragen. Mama Stefanie Wiederer brachte mit Mias Bruder Felix die Fürbitten vor und bei den Kyrierufen hatte Anja Bauer Tochter Emilia begleitet.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte der Kirchenchor unter Leitung von Michael Rothkopf mit dem fulminanten, von Rhythmusinstrumenten begleiteten Lied „Heaven is a wonderful place“. Bevor der Zelebrant den Segen spendete, hatten die Kinder noch einmal das Wort. Sie bedankten sich beim Pfarrer für den feierlichen Gottesdienst, beim Betreuer für die gute Vorbereitung und bei den Sängern des Kirchenchores, die von Beginn des Gottesdienstes an für festliche Musik gesorgt hatten. Dem konnte sich Pfarrer P. Ostrowski nur anschließen, wobei er noch die florale Gestaltung des Kirchenraumes hervorhob. Sein Dank galt ebenso den Ministranten und der Mesnerin wie den Eltern, welche die Kinder in der Vorbereitung begleitet hatten. Und zu guter Letzt lobte der Priester die Kommunionkinder für die Entscheidung, ihren Lebensweg mit Gott gehen zu wollen.


