Sonja Stündler
Festlich geschmückte Fahnen, Blasmusik und ein feierlicher Kirchenzug vom Rathausplatz zur Pfarrkirche – die Pfarrkirche St. Jakobus feierte ihr 175. Weihejubiläum mit einem Festgottesdienst. Zahlreiche Gläubige, Vereine mit ihren Fahnenabordnungen sowie Vertreter aus Politik und Gemeinde setzten damit ein sichtbares Zeichen für den starken Zusammenhalt und die tiefe Verbundenheit mit ihrer Pfarrgemeinde.
Zahlreiche Gläubige, Vereine mit ihren Fahnenabordnungen sowie Vertreter aus Politik und Gemeinde setzten damit ein sichtbares Zeichen für den starken Zusammenhalt und die tiefe Verbundenheit mit ihrer Pfarrgemeinde. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Generalvikar Josef Ederer aus Passau. In seiner Predigt spannte er den Bogen von den Wünschen, die Menschen im Laufe ihres Lebens begleiten, hin zu den wirklich wichtigen Dingen. „Was würden Sie sich wünschen? Gesundheit? Glück und Zufriedenheit? Liebe? Frieden? Finanzielle Sicherheit? Zeit?“, fragte er die Gottesdienstbesucher. Die Antworten würden sich mit den Jahren verändern. „Viele Menschen wünschen sich mit zunehmendem Alter weniger materielle Sachen, sondern mehr Wohlergehen, Liebe.“ Die eigentliche Fülle des Lebens lasse sich nicht kaufen, sondern finde sich in den Beziehungen zu anderen Menschen. Eindringlich brachte Ederer seine Botschaft sympathisch auf den Punkt: „Der größte Schatz im Leben sind die Menschen, bei denen man ganz man selbst sein kann und die Zeit, die man mit ihnen verbringen darf.“ Gerade diese Worte schienen an diesem Festtag die Atmosphäre in der Pfarrgemeinde widerzuspiegeln, die seit 175 Jahren Menschen im Glauben verbindet und in der Gemeinschaft lebt.
Die Kirche sei dabei weit mehr als ein historisches Bauwerk. „Die Kirche im Ort ist der Raum Gottes, der Raum, ihm zu begegnen, ihn zu hören mit Ohr und Herz.“ Wer mit einem offenen Herzen komme, finde Orientierung, denn „ein hörendes Herz wird gute Wege weisen.“ Selbst die Architektur der Pfarrkirche verkünde diese Botschaft: Das Deckengemälde öffne den Blick zum Himmel, während der Kirchturm wie ein „Zeigefinger, der auf Gott hinweist“ den Menschen seit Generationen Orientierung gebe.
Einen besonders stimmungsvollen Ausklang fand das Jubiläum mit dem „Jakobuslied“, welches dem namensgebenden Schutzpatron der Kirche gewidmet ist. Noch einmal wurde deutlich, wofür die Pfarrgemeinde seit 175 Jahren steht. Der heilige Jakobus wird darin als „Glaubenskämpfer für Gottes Sohn“ und „unser Pfarrpatron“ besungen. Zugleich erinnert das Lied daran, dass er den Menschen „den Weg zum Himmel weist“. So schloss sich der Kreis zur Predigt von Generalvikar Josef Ederer: Nicht materielle Dinge sind der größte Schatz des Lebens, sondern Glaube, Gemeinschaft und die Menschen, die diesen Weg miteinander gehen. Mit den Zeilen „Sankt Jakobus, unser Pfarrpatron“ endete der Festgottesdienst in einer Atmosphäre, die den Stolz und die tiefe Verbundenheit der Pfarrgemeinde mit ihrer Kirche eindrucksvoll widerspiegelte.
Zum Abschluss fand Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Artmann herzliche Worte des Dankes. „Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung möchte ich mich recht herzlich bei euch allen für die Teilnahme an diesem Festgottesdienst bedanken.“ Sein besonderer Dank galt den zahlreichen Vereinen, die mit ihren Fahnenabordnungen die enge Verbundenheit mit der Pfarrgemeinde zum Ausdruck brachten: der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsmais, die zudem die Verkehrsregelung übernommen hatte, der Freiwilligen Feuerwehr Hochdorf, dem Soldaten- und Kriegerverein Bischofsmais, dem Krieger- und Reservistenverein Hochdorf, dem Schützenverein Seiboldsried, dem Trachtenverein Hirmonstaler, den Deifedisch Plattlern sowie dem Frauenbund Bischofsmais. Ein herzliches Vergelt’s Gott richtete Artmann außerdem an den 1. Bürgermeister Stefan Kern, den Gemeinderat, den stellvertretenden Landrat und 2. Bürgermeister Helmut Plenk sowie an den gemeindlichen Bauhof für die festliche Beflaggung des Hauptportals. Die Musik verlieh dem Fest seine besondere Seele: Der Musikverein Bischofsmais unter der Leitung von Hermann Hupf führte den Kirchenzug mit festlichen Märschen an und ließ die Freude über das Jubiläum hörbar werden. Im Gottesdienst setzte der Kirchenchor mit dem Chorleiter Michael Rothkopf durch seine feierlichen Gesänge bewegende Akzente und trug dazu bei, dass aus einer würdigen Feier ein tief berührendes Glaubenserlebnis wurde.
Ebenso dankte Artmann den Ministrantinnen und Ministranten, den Mesnerinnen, Georg Pledl und Kirchenpfleger Michael Raith, die mit großem Einsatz die Pfarrkirche für das Jubiläum vorbereitet hatten. Besonders würdigte er Irmgard Raith, die mit viel Liebe zum Detail den festlichen Blumenschmuck gestaltet hatte. Dank sprach er außerdem Pfarrer Pater Paul Ostrowski, Bruno Pöppel sowie den Diakonen Albert Achatz und Alfons Kopp für ihren wertvollen Dienst in der Pfarrgemeinde aus. Seine letzten Worte richtete er an den Ehrengast des Tages: „Und der letzte Dank geht an Sie, Hochwürdiger Herr Generalvikar Josef Ederer. Schön, dass Sie heute zu uns gekommen sind, um mit uns diesen Festgottesdienst zum Weihejubiläum unserer Pfarrkirche zu feiern.“
Sonja Stündler
Text+Fotos:
Sonja Stündler

