Kirche vor Ort

175. Weihejubiläum der Pfarrkirche Bischofsmais

Kirchberg. i. W. Pfarrverband am 05.08.2026

Info Icon Sonja Stündler

Festlich geschmückte Fahnen, Blasmusik und ein feierlicher Kirchenzug vom Rathausplatz zur Pfarrkirche – die Pfarrkirche St. Jakobus feierte ihr 175. Weihejubiläum mit einem Festgottesdienst. Zahlreiche Gläubige, Vereine mit ihren Fahnenabordnungen sowie Vertreter aus Politik und Gemeinde setzten damit ein sichtbares Zeichen für den starken Zusammenhalt und die tiefe Verbundenheit mit ihrer Pfarrgemeinde.

Zahl­rei­che Gläu­bi­ge, Ver­ei­ne mit ihren Fah­nen­ab­ord­nun­gen sowie Ver­tre­ter aus Poli­tik und Gemein­de setz­ten damit ein sicht­ba­res Zei­chen für den star­ken Zusam­men­halt und die tie­fe Ver­bun­den­heit mit ihrer Pfarr­ge­mein­de. Den fei­er­li­chen Got­tes­dienst zele­brier­te Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer aus Pas­sau. In sei­ner Pre­digt spann­te er den Bogen von den Wün­schen, die Men­schen im Lau­fe ihres Lebens beglei­ten, hin zu den wirk­lich wich­ti­gen Din­gen. Was wür­den Sie sich wün­schen? Gesund­heit? Glück und Zufrie­den­heit? Lie­be? Frie­den? Finan­zi­el­le Sicher­heit? Zeit?“, frag­te er die Got­tes­dienst­be­su­cher. Die Ant­wor­ten wür­den sich mit den Jah­ren ver­än­dern. Vie­le Men­schen wün­schen sich mit zuneh­men­dem Alter weni­ger mate­ri­el­le Sachen, son­dern mehr Wohl­erge­hen, Lie­be.“ Die eigent­li­che Fül­le des Lebens las­se sich nicht kau­fen, son­dern fin­de sich in den Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen. Ein­dring­lich brach­te Ede­rer sei­ne Bot­schaft sym­pa­thisch auf den Punkt: Der größ­te Schatz im Leben sind die Men­schen, bei denen man ganz man selbst sein kann und die Zeit, die man mit ihnen ver­brin­gen darf.“ Gera­de die­se Wor­te schie­nen an die­sem Fest­tag die Atmo­sphä­re in der Pfarr­ge­mein­de wider­zu­spie­geln, die seit 175 Jah­ren Men­schen im Glau­ben ver­bin­det und in der Gemein­schaft lebt.

Die Kir­che sei dabei weit mehr als ein his­to­ri­sches Bau­werk. Die Kir­che im Ort ist der Raum Got­tes, der Raum, ihm zu begeg­nen, ihn zu hören mit Ohr und Herz.“ Wer mit einem offe­nen Her­zen kom­me, fin­de Ori­en­tie­rung, denn ein hören­des Herz wird gute Wege wei­sen.“ Selbst die Archi­tek­tur der Pfarr­kir­che ver­kün­de die­se Bot­schaft: Das Decken­ge­mäl­de öff­ne den Blick zum Him­mel, wäh­rend der Kirch­turm wie ein Zei­ge­fin­ger, der auf Gott hin­weist“ den Men­schen seit Gene­ra­tio­nen Ori­en­tie­rung gebe.

Einen beson­ders stim­mungs­vol­len Aus­klang fand das Jubi­lä­um mit dem Jako­bus­lied“, wel­ches dem namens­ge­ben­den Schutz­pa­tron der Kir­che gewid­met ist. Noch ein­mal wur­de deut­lich, wofür die Pfarr­ge­mein­de seit 175 Jah­ren steht. Der hei­li­ge Jako­bus wird dar­in als Glau­bens­kämp­fer für Got­tes Sohn“ und unser Pfarr­pa­tron“ besun­gen. Zugleich erin­nert das Lied dar­an, dass er den Men­schen den Weg zum Him­mel weist“. So schloss sich der Kreis zur Pre­digt von Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer: Nicht mate­ri­el­le Din­ge sind der größ­te Schatz des Lebens, son­dern Glau­be, Gemein­schaft und die Men­schen, die die­sen Weg mit­ein­an­der gehen. Mit den Zei­len Sankt Jako­bus, unser Pfarr­pa­tron“ ende­te der Fest­got­tes­dienst in einer Atmo­sphä­re, die den Stolz und die tie­fe Ver­bun­den­heit der Pfarr­ge­mein­de mit ihrer Kir­che ein­drucks­voll widerspiegelte.

Zum Abschluss fand Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Hans Art­mann herz­li­che Wor­te des Dan­kes. Im Namen des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes und der Kir­chen­ver­wal­tung möch­te ich mich recht herz­lich bei euch allen für die Teil­nah­me an die­sem Fest­got­tes­dienst bedan­ken.“ Sein beson­de­rer Dank galt den zahl­rei­chen Ver­ei­nen, die mit ihren Fah­nen­ab­ord­nun­gen die enge Ver­bun­den­heit mit der Pfarr­ge­mein­de zum Aus­druck brach­ten: der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Bischofs­mais, die zudem die Ver­kehrs­re­ge­lung über­nom­men hat­te, der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Hoch­dorf, dem Sol­da­ten- und Krie­ger­ver­ein Bischofs­mais, dem Krie­ger- und Reser­vis­ten­ver­ein Hoch­dorf, dem Schüt­zen­ver­ein Sei­bolds­ried, dem Trach­ten­ver­ein Hirm­onsta­ler, den Dei­fe­disch Platt­lern sowie dem Frau­en­bund Bischofs­mais. Ein herz­li­ches Vergelt’s Gott rich­te­te Art­mann außer­dem an den 1. Bür­ger­meis­ter Ste­fan Kern, den Gemein­de­rat, den stell­ver­tre­ten­den Land­rat und 2. Bür­ger­meis­ter Hel­mut Ple­nk sowie an den gemeind­li­chen Bau­hof für die fest­li­che Beflag­gung des Haupt­por­tals. Die Musik ver­lieh dem Fest sei­ne beson­de­re See­le: Der Musik­ver­ein Bischofs­mais unter der Lei­tung von Her­mann Hupf führ­te den Kir­chen­zug mit fest­li­chen Mär­schen an und ließ die Freu­de über das Jubi­lä­um hör­bar wer­den. Im Got­tes­dienst setz­te der Kir­chen­chor mit dem Chor­lei­ter Micha­el Roth­kopf durch sei­ne fei­er­li­chen Gesän­ge bewe­gen­de Akzen­te und trug dazu bei, dass aus einer wür­di­gen Fei­er ein tief berüh­ren­des Glau­bens­er­leb­nis wurde.

Eben­so dank­te Art­mann den Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten, den Mes­ne­rin­nen, Georg Pledl und Kir­chen­pfle­ger Micha­el Raith, die mit gro­ßem Ein­satz die Pfarr­kir­che für das Jubi­lä­um vor­be­rei­tet hat­ten. Beson­ders wür­dig­te er Irm­gard Raith, die mit viel Lie­be zum Detail den fest­li­chen Blu­men­schmuck gestal­tet hat­te. Dank sprach er außer­dem Pfar­rer Pater Paul Ost­row­ski, Bru­no Pöp­pel sowie den Dia­ko­nen Albert Achatz und Alfons Kopp für ihren wert­vol­len Dienst in der Pfarr­ge­mein­de aus. Sei­ne letz­ten Wor­te rich­te­te er an den Ehren­gast des Tages: Und der letz­te Dank geht an Sie, Hoch­wür­di­ger Herr Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer. Schön, dass Sie heu­te zu uns gekom­men sind, um mit uns die­sen Fest­got­tes­dienst zum Wei­he­ju­bi­lä­um unse­rer Pfarr­kir­che zu feiern.“

Info Icon Sonja Stündler

Text+Fotos: 

Son­ja Stündler

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